Home _Leben (17.10.2020)
Alltag, Kultur, Menschen.
Die Einwohner sind gastfreundlich, heisst es. Aber reicht das, um ein Land wie Armenien zu beschreiben? Die Frage, was den Charakter eines Landes und seiner Bevölkerung ausmacht, kann wohl niemand abschließend beantworten. Am besten hilft eigene Erfahrung.
kommentar zu _leben (19.4.2007)
Sina schreibt: an alle:
gibt es eine möglichkeit, von deutschland aus überlebende des erdbebens 1988 zu finden? ein bekannter sucht seinen vater. er will dafür nach armenien fliegen. möchte gern wissen, ob das überhaupt sinn hat. ihr kennt euch sicher besser aus als ich. danke schonmal! gruss sina
kommentar zu _leben (26.2.2007)
Hidjim schreibt: Armenien is so guutes Land ich liber es. Leider ich nid gut deutch köne aber armenien ist so gut..
Libes grüsse Hidjim
kommentar zu _leben (20.8.2006)
Ripsime schreibt: Armenien ist das beste land denn es gibt ich liebe meine land und bin froh das ich da geboren wurde barewner sarin kuss
kommentar zu _leben (15.5.2006)
Viktor schreibt: Ok, Stefanie, ich gebe zu, ich habe doch noch was verwechselt...
kommentar zu _leben (5.3.2006)
Stefanie schreibt: Hallo Viktor,
vielen Dank, ich habe auf Deinen Hinweis hin noch einmal im Internet recherchiert und bin auf etliche Quellen gestoßen, nach denen sich die Armenier - wie berichtet - am julianischen Kalender orientieren, die Deutschen jedoch am gregorianischen. Deswegen habe ich den Text erst mal so gelassen, über weitere hilfreiche Hinweise zu diesem Thema von Besuchern dieser Website würde ich mich aber sehr freuen!
Viele Grüße,
Stefanie
kommentar zu _leben (1.2.2006)
Viktor schreibt: Die Armenisch Kirche feiert Geburt Christi nach dem Gregorianischem Kalender, nicht nach dem Julianischen, wie z. B. in Deutschland oder in Italien!
kommentar zu _leben (4.10.2005)
Goharik Hovhannisyan schreibt: also zuerst muss ich sagen das ich im jahre 1988 geboren bin und selbst als überlebende des erdbebens endkommen bin mit meiner familie.damals lebten wir im dorf Dzoraxpur ich kann mich natürlich nicht mehr erinnern aber meine mutter erzählt mir oft davon.zu dem leben dort und wie die menschen da sind kann ich euch nur recht geben man muss die erfahrung selber machen um es beurteilen zu können.aber als ich das erste mal 2002 nach 14 jahren dort war fühlte ich mich so sehr zuhause wie an keinem anderen ort der erde jeder kennt jeden und wenn nicht dann lernt man sich eben kennen und gehört zur familie ich bin so stoltz das ich diese erfahung jetzt öfter machen darf das ich die sprache kenne und höre wie sich zwei alte frauen über ihr trauriges leben beschweren aber sobald sie merken das ich ihnen näher komme reden sie über etwas anderes damit keiner ihren kummer erfahren muss.aber ich weiß und kenne diesen schmerz selber denn den hatte ich bei meinem rückflug nach 4 wochen urlaub bei meiner liebsten familie wurde mir klar das ich irgendwann mal für immer zurückkehren werde in meine heimat HAYASTAN mit den freundlichsten menschen die ich je gesehen habe so ein land mit so viel kultur leid schmerz und geschichte wie am 24.april damals im fölkermord das bis heute nicht geklärt ist.aber jeder weiß und trägt es im herzen denn die wahrheit kennt nur gott...
erdbeben (26.12.2003)
Stefanie schreibt: Wie in den Nachrichten zu lesen ist, hat ein Erdbeben im Suedosten des Irans heute morgen (26. Dezember) bis zu 10.000 Menschen getoetet. Es hatte die Staerke 6,3 auf der Richterskala. Der Iran hat im Nordwesten eine gemeinsame Grenze mit Armenien. 1988 traf ein Erdbeben der Stärke 7,5 das nördliche Armenien, rund 25.000 Menschen starben. Weitere schwere Erdbeben in der Tuerkei und im Iran haben die Angst in der gesamten Region schon seit langem allgegenwaertig gemacht.

Offizielle Fotos zeigen den Platz der Republik im Stadtzentrum als touristisches Schmuckstück. Doch wer sich ein Stück von den frisch renovierten Fassaden entfernt, gewinnt ganz andere Eindrücke.

Schnee ist in Jerewan aehnlich sensationell wie im deutschen Flachland. "Es gibt Winter, in denen keine einzige Flocke faellt", erzaehlen die Kollegen. Damit es weisse Weihnachten gibt, muss es noch eine Weile so kalt bleiben wie jetzt: Die armenische Kirche feiert Christi Geburt nach dem Julianischen Kalender - und das ist erst am 6. Januar.

Ein besonderer Tag für die Fans klassischer Musik. In Anzuegen, langen Kleidern, Jeans und Wildlederjacken drängen sie sich vor dem Eingang des Jerewaner Konzerthauses. Es sind längst nicht nur Ältere, die die Preisträger des Klavierwettbewerbs zum 100. Geburtstags des armenischen Komponisten Aram Khachaturian hören wollen.

Bei arminco.am kann man einen Blick auf ein Stueckchen von Jerewan werfen. Im Hintergrund ist der heilige Berg Ararat zu erahnen - wenn es nicht, wie oft, zu dunstig ist. Die Webcam steht in direkter Nachbarschaft des Lycos-Bürogebäudes, wo ich gearbeitet habe. Das Bild zeigt unter anderem eine neu erbaute Kirche mit Namen St. Grigor Lusavorich.

Man nehme eine riesengroße Torte, armenischen Rotwein, stapelweise herzhafte Pfannkuchen, gefüllt mit Fleisch und Gewürzen - und fertig ist die fröhliche Geburtstagsfeier mit den Kollegen in der Mittagspause.

Ich ziehe am Türgriff des alten Lada - und die Tür wird entriegelt, ohne dass irgend jemand den Knopf angefasst hätte. Hrant, der Besitzer des klapprigen blassblauen Vehikels, grinst: "Fernbedienung." Als er mein verwirrtes Gesicht sieht, fuegt er hinzu: "Ich bastle gerne."

Mit knurrendem Magen, aber ratlos stehe ich im Tante Emma-Laden neben dem Buerogebäude. Ich schaue auf dicht gepackte Reihen mit Konservendosen, Brot, Obst, Teigwaren, Gewürzen - und davor eine Theke und eine Verkäuferin, die kein Englisch versteht.
"Achten Sie darauf, die Wassertanks immer nachzufuellen", warnt mich Aida, meine Vermieterin, in Englisch mit leichtem Akzent. "Fliessendes Wasser gibt es hier nur morgens und abend zwischen sieben und zehn".

"Im Prinzip ja...", und am Ende ein "nicht", "nein", "nur" oder "doch" - die Grundstruktur ist immer die gleiche. In den Radio Eriwan-Witzen steckt mehr als nur Unterhaltungswert: Die mehrdeutige Konstruktion machte es einst möglich, in der armenischen Hauptstadt heimliche Kritik am Sozialismus zu üben.