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In den USA steht Kirk Kerkorian im Rampenlicht, weil er DaimlerChrylser auf über eine Milliarde Dollar Schadensersatz verklagt. In Armenien gilt der 86-Jährige Sohn armenischer Auswanderer als eine Art Nationalheld. Viele Strassen Jerewans wurden mit dem Geld des 86-jaehrigen gebaut, berichten Kollegen bei Lycos. Nach dem verheerenden Erdbeben 1988 investierte er 15 Millionen Dollar in den Wiederaufbau der stark betroffenen Region Gyumri.

Meine Kollegin Susanna ist nur in Armenien geblieben, weil ihr Sohn sich in ein armenisches Maedchen verliebt hat. Die älteste Tochter meiner Vermieterin Aida ist vor fuenf Jahren in die USA gezogen, ihre Mutter hat sie seitdem nur einmal gesehen. Und die Schuelerin Agavnik, die mir vor meiner Abreise nach Jerewan zwei Monate lang Grundbegriffe der armenischen Sprache beigebracht hat, lebt mit ihrer Mutter und ihren drei Geschwistern seit vier Jahren in Guetersloh.

"30 Dollar", sagt der Mann am Flughafen Zwartnotz, als er ein 21-Tage-Touristenvisum in meinen Pass stempelt, und "Sorry, no change", als ich zwei 20 Dollar-Scheine aus meinem Brustbeutel krame. Todmuede nach der langen Nacht im Flugzeug drücke ich ihm schliesslich 30 Euro in die Hand. Der Beamte macht ein zufriedenes Gesicht: Nach derzeitigem Wechselkurs sind das immerhin 35 Dollar.

"Frueher, da war die Heizung im Winter immer warm, und es gab jederzeit fliessendes heisses und kaltes Wasser", erzaehlt Aida an meinem ersten Morgen in Jerewan. Fast immer kommt man im Gespräch mit Armeniern irgendwann auf die gute alte Zeit, an die die Erinnerung noch frisch ist: Bis Anfang der 90er Jahre war Armenien hoch industrialisiert mit Chemie- und Elektronikprodukten, die in der Sowjetunion als fuehrend galten. Doch als die UDSSR zusammenbrach, war es damit vorbei.

Die offizielle armenische Währung heißt "dram", was gleichzeitig in der Landessprache "Geld" bedeutet. Bei Internet-Recherchen findet man meist die Empfehlung, sich vor der Einreise mit Euro oder US-Dollar zu versorgen. Aber es gibt auch immer mehr Geldautomaten, die die normale europaeische Bank- ("Maestro-") Karte akzeptieren.
Schnelle Informationen für alle, die geschäftlich mit Armenien zu tun haben oder mit dem Gedanken spielen, bietet Fifo Ost, ein Webportal rund um Osteuropa. Zu Armenien findet man hier allgemeine Länderinformationen, Hinweise rund um Visum und Einreise und hilfreiche Links.